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Meditation kann sich auf vielfältige Weise auswirken. Traditionellerweise diente Meditation den  Zielen spiritueller Erkenntnis und Wachstums, sie war eingebettet in religiöse und soziale Strukturen und wurden über Jahrhunderte hinweg weiterentwickelt. 

Inzwischen wurden viele Meditationstechniken im Hinblick auf verschiedenste Fragestellungen wissenschaftlich untersucht. Neben Auswirkungen auf physiologische Körperfunktionen wie Blutdruck, Puls und andere, wurde auch die psychologische Wirkung von Meditation beforscht. Dabei gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Praxen und es finden sich auch Unterschiede abhängig von der Intensität und Dauer einer Meditationspraxis. Bereits mit relativ geringem Zeitaufwand lassen sich spürbare Verbesserungen beobachten, bei längerer und intensiverer Praxis lassen sich die positive Effekte vertiefen und verstärken. 

Gerade im Hinblick auf Stress, psychische Probleme und in Verbindung mit Psychotherapie können sich sogenannte achtsamkeitsbasierte Verfahren sehr hilfreich auswirken. Neben der Fähigkeit sich zu konzentrieren, können beispielsweise Selbstakzeptanz, die Fähigkeit schwierige Gedanken und Gefühle auszuhalten, Körpergefühl und Introspektionsfähigkeit positiv beeinflusst werden. 

Wie jede Medizin, kann auch Meditation mit Risiken assoziiert sein. Auch hier: Die Dosis macht das Gift. Wer ohne entsprechende gute Begleitung in kurzer Zeit eine intensive Meditationspraxis aufnimmt, kann abhängig von der eigenen Veranlagung eine schwerwiegende Destabilisierung der eigenen Persönlichkeitsstruktur provozieren. In Einzelfällen kann das gefährlich sein. Es empfiehlt sich deswegen ein, schrittweiser Start unter Anleitung einer mit diesen Praxen und deren Wirkung erfahrenen Begleitung. 

Es gibt eine Vielzahl von Einführungen zum Thema Achtsamkeit und Meditation. Empfehlenswert ist auf jeden Fall das inzwischen zum Klassiker gewordenen «Full Catastrophe Living» von Jon Kabat-Zinn

Wer sich mit der wissenschaftlichen Datenlage zu Meditation beschäftigen will und wer eine Ahnung davon möchte, was mit regelmässiger Praxis möglich wird, dem bietet «Altered Traits» von Daniel Goleman und Richard J. Davidson eine gute Einführung.